Der Palast von Knossos ist die größte bronzezeitliche Stätte Kretas und das zeremonielle Herz der Minoer – der ersten Hochkultur Europas. Um 1900 v. Chr. entstand hier ein erster Palast; nach einem Erdbeben prächtiger wiederaufgebaut, blühte er von etwa 1700 bis 1450 v. Chr. als weitläufiger Komplex aus Höfen, Werkstätten, Lagerräumen und freskengeschmückten Sälen. Sein verwinkelter, mehrstöckiger Grundriss war derart labyrinthartig, dass spätere Griechen ihn in den Mythos um König Minos, den Minotaurus und das von Dädalus erbaute Labyrinth einwoben.
Was Sie heute durchschreiten, verdankt seine leuchtend roten und schwarzen Säulen sowie rekonstruierten Säle Sir Arthur Evans, der die Stätte ab 1900 ausgrub und Teile in Beton wiederaufbaute, um zu zeigen, wie er glaubte, dass sie einst aussah. Das Ergebnis gleicht keiner anderen Ruine Griechenlands: Der Thronsaal mit seinem Gipsthron und Greifenfresken, die Große Treppe, der Saal der Doppeläxte und das Delfinfresko der Königsgemächer – all das steht rekonstruiert da, wo Sie es sehen können. Die Originalfresken und Funde werden wenige Kilometer entfernt im Archäologischen Museum von Heraklion aufbewahrt.
Knossos liegt auf dem Kephala-Hügel, etwa fünf Kilometer südlich von Heraklion – bequem mit dem Stadtbus oder Taxi erreichbar. Es ist das meistbesuchte Monument Kretas, und genau deshalb kann die Warteschlange vor Ort an manchen Tagen eine Stunde in der Sonne bedeuten. Wir kümmern uns um die Tickets in Ihrer Sprache und reservieren den Eintritt für das von Ihnen gewählte Datum – so können Sie diese Stunde dem Palast widmen statt der Schlange.